Der erste Schritt

Willkommen auf meiner musikalischen Künstlerseite. Dass du sie gefunden hast, freut mich aus tiefem Herzen. Jetzt war es endlich an der Zeit, es zu wagen und meine Musik in die Welt zu geben, damit du sie hören, erfühlen, mit ihr schwingen kannst. Damit all die Botschaften, die in mich hinein fließen, als wäre ich ein Transmitter, gebündelt und zielgerichtet dein Ohr und deine Seele erreichen dürfen. Bis hierhin war, und ist es noch, ein steiniger Weg.

Auch Steine können klingen

Mein Leben lang hab ich mich nicht getraut, mich als Musikerin, als Sängerin zu bezeichnen, geschweige denn eine Webseite darüber zu eröffnen oder meine Songs so richtig zu veröffentlichen. Nach dem Abi konnte ich einige Jahre mit Freunden musizieren, mich auf Bühnen austoben, tat aber nie einen Schritt weiter. Ich glaub, ich war die klassische „entdecke mich bitte“ Person bzw. ich bin halt Künstlerin und keine Managerin. Wie das Leben manchmal so spielt, durch Umzug, Kinder, Krankheit und vieles mehr, stand ich eines Tages allein da, keine Band, keine Bühne, nicht einmal ein Bekannter, der mal am Lagerfeuer mit mir musiziert. Stück für Stück übermannte mich das Leben und von meinen bis jetzt an die hundert fast fertigen Liedern wurde einfach keines mehr wirklich fertig.

Mal eben berühmt werden

So siehts aus. Ich war spontan, frei, ehrgeizig und (teilweise viel zu) kreativ. Aber ich musste erst einmal den Boden unter meinen Füßen befestigen, studieren, Haus bauen, Kinder kriegen und vieles mehr. Und mir ist eben nie dieser Mensch begegnet, der/die mich hätte supporten können. So ist das Leben. Ich hatte auch nicht die Eier, so jemanden zu suchen. Ich hab mich ja nie in dem Busines gesehen.

Und dann bin ich auch noch Perfektionistin und habe zusätzlich absolut gar keine Ahnung von Technik. Mein Studio besteht aus einem PC (der mich regelmäßig an den Rand der Verzweiflung treibt), einem Mikro und einem veralteten Musikprogramm (weil ich mich nicht trau, ein neues zu kaufen, weil all meine fast fertigen Songs sonst verloren sind). Und – für mich gehörte zu jedem Song eben auch zwingend die Bildsprache. Ich setzte mich unter Druck, wann immer ich ein Lied in die Öffentlichkeit tragen wollte, dass dieses auch ein Video brauchte. Was natürlich für mich kaum zu machen war. Und Veröffentlichen… jaaaa? Wenn ich ein Musikvideo auf YouTube poste, ist es dann veröffentlicht? Nein. Wenn ich ein Buch selber ausdrucke, ist es auch nicht veröffentlicht. Erst jetzt, mit fast 40, hab ich kapiert, dass ich meine Songs auf Musikplattformen mit EAN Nummer und so Krams streamen muss. Check. Endlich was hingekriegt. Werd ich jetzt berühmt? Der Grünschnabel in mir hätte das damals vermutlich wirklich geglaubt. Die Trulla heute denkt sich: „geil, endlich kann ich meine eigenen Songs im Auto hören.“

Zu alt für den Schei…

Ja, das Mastering ist… eben wie ich es kann. Die Soundquali… ja, wie es eben geht. Immerhin hat mein Zimmerchen jetzt dämpfende Vorhänge gegen LKW Lärm und ich hab ein geiles Mikrofon. Jaja, im Studio aufnehmen, jaja ne Band bezahlen… Den Zug hab ich halt verpasst und jetzt mach ich es, wie ich es am einfachsten kann. Allein. Krass, wie auch so eine wilde Chaotin wie ich im Alter gediegener und festgefahren werden kann. Ich habe einfach keine Lust (und Gesundheit) mehr, mir den Popo aufzureißen, was ich als junges Küken vermutlich getan hätte, wenn ich damals gewusst hätte, wie man auf Spotify kommt. Oh man, ich werd alt.

So, nu aber wieder rein in den Tag. Liebe geht raus an dich. Danke für deine Neugier.

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